2018 - Der Raub der Sabinerinnen

 

Franz und Paul von Schönthan - neu bearbeitet von Curt Goetz

 

Inhalt

 

Als Student hat der Gymnasialprofessor Martin Gollwitz vor vielen Jahren eine Römertragödie geschrieben. Es war gewissermaßen eine Jugendsünde, über die das Vergessen gnädig seinen Mantel gebreitet hat. Als nun eine Wanderbühne in seinem Heimatstädtchen gastiert, wittert Emanuel Striese, der Theaterprinzipal, seine große Chance, die schleppenden Theatergeschäfte wieder nach oben zu bringen, und kann den Professor überreden, ihm das Stück für eine öffentliche Aufführung zu überlassen. Zwar hat Gollwitz Bedenken, aber seine Eitelkeit siegt, und die Tragödie darf unter einem Pseudonym aufgeführt werden. Hauptsache, seine Frau erfährt nichts von seiner heimlichen Leidenschaft.

Als Gollwitz‘ Gattin und seine Tochter Paula jedoch vorzeitig vom Kuraufenthalt zurückkehren, kommt es, wie es kommen muss: Das Inkognito des Professors fliegt auf, die Verwicklungen nehmen ihren Lauf, und schließlich ist die ganze Familie zerstritten.

Auf der Bühne des Direktors Striese geht es nicht weniger chaotisch zu, die Premiere von Gollwitz‘ Römertragödie droht zu einem Desaster zu werden. Doch dank einer rettenden Idee von Strieses Gattin Luise wendet sich doch noch alles zum Besseren, wenn auch nicht ganz so, wie sich Gollwitz das gedacht hatte.

Curt Goetz hat diesen Komödienklassiker der Gebrüder Schönthan durch Einschübe und zusätzliche Informationen erweitert, sprachlich modernisiert und vor allem durch einen neuen Schluss Ansehen und Würde seiner Hauptfigur Gollwitz gerettet.